Gut zusammen leben
Im künftigen Felsenrain werden Menschen im Alter von Null bis Hundert wohnen. Der Ausschuss "Soziale Planung" sorgt dafür, dass gute Nachbarschaft gelingt.
Aus einer Nachbarschaft muss noch lange keine Gemeinschaft entstehen. Bereits zu Beginn des Mitwirkungsverfahren und der Testplanung zum Felsenrain wurde deutlich, dass eine Frage entscheidend sein wird: Wie leben verschiedene Generationen und Kulturen an einem solchen Ort gut zusammen? Und wie kann aus geografischer Nachbarschaft eine soziale Gemeinschaft werden? Was fördert das Zusammenleben im Haus, in der Siedlung, im Quartier – wo entstehen Synergien, Friktionen, Herausforderungen? Und wie lassen sich die Pflegewohngruppen integrieren?
SAW, SFW und GFA haben dafür einen Ausschuss “Soziale Planung” für den Felsenrain ernannt. Er designt die Eckwerte des Projekts Felsenrain in den Bereichen Zusammenleben und Betrieb. So beschäftigt er sich mit dem Bedarf an Waschküchen, Spielplatz und anderen gemeinschaftlichen Einrichtungen genauso wie mit der Rolle eines Siedlungscoachs im künftigen Felsenrain.
Am Ergebnisforum hat der Ausschuss folgende Thesen zur Diskussion gestellt:
Mut zur Gemeinschaft in der Siedlung
Generationenwohnen in der Mehrzahl der Häuser
Generationen-Mix auf der Etage – gleiche Anzahl Kinder wie Senior*innen
Wünschbarkeit von dezentralen, multifunktionalen Gemeinschaftsflächen
Mut zur Gemeinschaft im Quartier
Synergien aktiv pflegen – Mitnutzung eines breites Angebots an sozialen, kulturellen und sportlichen Treffpunkten für alle Altersgruppen im direkten Umfeld der Siedlung
Verzicht auf Verdoppelung von Raumangeboten (Quartierzentrum, Veranstaltungssaal, Jugendraum)
Genügend Lebensmittel-, Gesundheits- und Dienstleistungsangebote in Fussdistanz vorhanden – attraktive EG-Nutzungen für Siedlung und Quartier gesucht
Wie geht Zusammenleben von Jung und Alt? Teilnehmer*innen des Ergebnisforums diskutieren die Thesen der Sozialen Planung fürs Generationenwohnen in der künftigen Siedlung Felsenrain.
(Foto: Sandro Livio Straube)